Unser diesjähriges Schützenfest bot wieder alles, was ein echtes Schützenfest ausmacht: gelebte Tradition, sportliche Erfolge, Musik, geselliges Beisammensein und vor allem eine große Portion Gemeinschaft. Über vier Tage hinweg wurde gemeinsam gefeiert, marschiert, musiziert und getanzt.
Freitag – Königsfamilie verabschiedet und neue Majestäten proklamiert
Der Auftakt zum Schützenfest begann bereits am Freitag um 17 Uhr. Der Spielmannszug und zahlreiche weitere Mitglieder trafen sich, um die Königsfamilie des Jahres 2025 abzuholen. Gemeinsam marschierte man zum Schützenhaus, wo bereits weitere Mitglieder und Gäste auf die Ankunft warteten.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den Vorsitzenden Karsten Heimberg wurde das Buffet freigegeben. Der Hafenblick Seelze sorgte mit einer vielfältigen Auswahl an Fleischgerichten, Beilagen und veganen Alternativen dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.
Gut gestärkt standen anschließend die Ehrungen langjähriger Mitgliedschaften im Deutschen Schützenbund auf dem Programm. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurde Maik Lehmann geehrt, auf 25 Jahre konnte Frank Schüttpelz zurückblicken.
Für stolze 40 Jahre wurden Melanie Borges, Sabrina Borges-Reinhardt und Karsten Heimberg ausgezeichnet.
Volker Langhorst und Manfred Fischer wurden für jeweils 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Peter Puchmüller, der dem Deutschen Schützenbund bereits seit beeindruckenden 70 Jahren die Treue hält.
Im Anschluss übergab Karsten Heimberg das Wort an die jeweiligen Sportleiter. Die umfangreiche Siegerehrung begann mit den Vereinsmeisterschaften und führte über die verschiedenen Ketten und Pokale bis zum mit Spannung erwarteten Höhepunkt des Abends: der Proklamation der neuen Königsfamilie 2026.
Neue Schützenkönigin wurde Gabi Schmidt, zum Schützenkönig wurde Lothar Borges proklamiert. Bei den jüngeren Schützen sicherten sich Constantin Rehse den Titel des Zwergenkönigs, Pius Reinhardt den Titel des Schülerkönigs und Eileen Steuer wurde zur Juniorenkönigin gekrönt. Die Damen-Jubiläumskette ging in diesem Jahr an Melanie Welk.
In diesem Jahr blieben sämtliche Königsscheiben in Gümmer. Beim anschließenden Marsch durch den Ort zum Aufhängen der Scheiben konnte dann auch das reichhaltige Abendessen wieder ein wenig „abtrainiert“ werden.
Zurück im Schützenhaus wurde natürlich weitergefeiert – und das bis in die frühen Morgenstunden.
Samstag – Kaffeetafel, Ortspokal und Zeltdisco
Der offizielle Start des Schützenfestes erfolgte am Samstag um 15 Uhr auf dem Festplatz mit der traditionellen Kaffeetafel. Am Abend füllte sich das Festzelt dann mit weiteren Mitgliedern und Gästen. Für die nötige Stärkung sorgte das ebenfalls sehr schmackhafte Buffet der Landfleischerei Rode.
Anschließend wurde es sportlich: Die Siegerehrung des beliebten Ortspokals stand auf dem Programm. Der Wettbewerb erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit und kann erneut mit steigenden Teilnehmerzahlen aufwarten. Entsprechend groß war die Spannung, wer den begehrten Pokal in diesem Jahr mit nach Hause nehmen durfte.
Den Sieg sicherten sich 2026 die „Westfalen-Street-Shooters“ mit Christine und Andreas Kaufner, Ivonne Klaua und Michael Schmidt. Den besten Teiler des Wettbewerbs erzielte Andrea Tschersig mit einem 9,0-Teiler.
Nach dem traditionellen Königstanz war die Tanzfläche endgültig eröffnet. Bei der Zeltdisco mit DJ wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert.
Sonntag – großer Ausmarsch und gemeinsames Musizieren
Der Sonntag begann besinnlich mit dem Zeltgottesdienst. Anschließend versammelten sich die Mitglieder zum Empfang der teilnehmenden Vereine im Festzelt.
Um 14.30 Uhr setzte sich schließlich der große Ausmarsch durch Gümmer in Bewegung. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer standen entlang der Strecke und begrüßten die Schützen, Musiker und Gäste mit viel Beifall.
Nach dem Umzug boten die teilnehmenden Kapellen noch einmal ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist dabei jedes Jahr das gemeinsame Musizieren aller Kapellen. Die Begeisterung bei der Bevölkerung war auch in diesem Jahr wieder enorm.
Gegen Abend versammelten sich Schützen und Musiker noch einmal zum traditionellen gemeinsamen Fahnenausmarsch, der das offizielle Ende des Schützenfestes markierte. Doch gerade hier steht der Spaß noch einmal ganz besonders im Vordergrund. Da kann es schon einmal vorkommen, dass ein Schütze kurzerhand zu den Puscheln der Cheerleader greift oder bei den Musikern die Instrumente getauscht werden.
Und auch wenn das Schützenfest offiziell beendet war, dachte noch lange niemand ans Nachhausegehen. Noch einige Stunden wurde gemeinsam gefeiert und getanzt.
Montag – Aufräumen, Käseessen und die „schwarze Scheibe“
Am Montag hieß es dann: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken. Ab 10.30 Uhr sorgten zahlreiche Mitglieder dafür, dass der Festplatz, die Straßen von Gümmer und auch das Schützenhaus wieder in den normalen Zustand versetzt wurden.
Anschließend trafen sich die Mitglieder zum traditionellen Käseessen. In diesem Jahr war der Käse allerdings eher Mangelware – dafür waren von den verschiedenen Buffets noch ausreichend Leckereien übrig, sodass niemand hungrig bleiben musste.
Eine weitere besondere Tradition durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen: die „schwarze Scheibe“. Abwechselnd erhält eine Schützin oder ein Schütze, der seit mehr als zehn Jahren regelmäßig am Königsschießen teilnimmt, den Titel aber bisher noch nicht erringen konnte, diese besondere Scheibe.
In diesem Jahr führte der Weg die Schützengemeinschaft zu Majka Bolt. Mit einem Augenzwinkern und den besten Wünschen für das kommende Jahr wurde ihr die schwarze Scheibe ans Haus gebracht. Vielleicht klappt es ja schon beim nächsten Königsschießen mit dem ganz großen Titel.
Der wirklich allerletzte Abschluss des Schützenfestes fand anschließend noch einmal im Schützenhaus statt. Bei dem einen oder anderen Getränk wurden die vergangenen Tage Revue passieren gelassen und zahlreiche lustige Geschichten aus vier ereignisreichen Tagen erzählt.
Damit ging ein rundum gelungenes Schützenfest 2026 zu Ende. Es waren vier Tage, die einmal mehr gezeigt haben, wie lebendig Tradition sein kann, wenn sie von vielen Menschen gemeinsam getragen und mit Freude gelebt wird.



